Miles Kaution & Sicherheitsleistung: So kriegst du dein Geld zurück (2026)

Geprüft von Jürgen Born

Kaution Carsharing: Was du über die Miles Kaution wissen musst

Wer zum ersten Mal bei Miles ein Auto buchen möchte, erlebt oft eine kleine Überraschung: Mitten im Anmeldeprozess erscheint plötzlich der Hinweis auf eine „Sicherheitsleistung in Höhe von 300 €“. Das sorgt bei vielen Nutzern erst mal für Schnappatmung – klingt das doch verdächtig nach einer klassischen Miles Kaution der alten Schule. Doch bevor man den Buchungsvorgang panisch abbricht, sollte man wissen: Beim Thema Kaution Carsharing geht Miles einen etwas eigenen Weg.

Im Grunde ist diese Sicherheitsleistung tatsächlich eine Kaution – auch wenn Miles das Wort bewusst vermeidet. Sobald du dich registrierst oder deine erste Fahrt buchst, wird der Betrag über deine hinterlegte Karte oder Zahlungsmethode reserviert. Das Geld verschwindet nicht wirklich vom Konto, es wird nur blockiert, quasi eingefroren.

Läuft alles rund – keine Delle, kein Ärger, keine Regelverstöße -, dann gibt Miles die Sperre meistens nach 7 bis 14 Tagen wieder frei, nachdem die Fahrt zu Ende ist. Aber wehe, es gibt irgendwo einen kleinen Kratzer oder eine offene Rechnung.

Dann bleibt die Summe so lange blockiert, bis alles geklärt ist. Manchmal dauert das Wochen.

Ich hab das selbst bei einem Kumpel miterlebt: Er hatte bei Miles einen blöden kleinen Parkrempler. Das Auto fuhr noch, sah aber nicht mehr ganz taufrisch aus. Miles hat sofort die vollen 300 € eingezogen – richtig abgebucht, nicht nur reserviert.

Es hat dann vier Wochen und einen Haufen Papierkram gedauert (Fotos vom Schaden, Unfallbericht, Werkstattrechnung), bis er fast alles zurückbekam. Das Entscheidende ist: am Ende blieben 87 € für die Selbstbeteiligung hängen. Tatsächlich, das zeigt ziemlich deutlich: Die „Sicherheitsleistung“ kann sich in der Praxis exakt so anfühlen wie eine ganz normale Kaution.

Viele machen den Fehler und lesen die AGB nicht richtig durch. Da steht nämlich ziemlich klar und deutlich – schon relativ weit vorne -, dass Miles den Betrag einbehalten darf, solange ein berechtigter Anspruch besteht. Wer das übersieht, wundert sich hinterher gewaltig.

Ein kleiner Tipp aus der Praxis, den ich jedem nur ans Herz legen kann: Mach nach jeder einzelnen Fahrt schnell ein paar Fotos vom Auto – vor allem Stoßstange vorne und hinten, die Felgen und die Seitenflächen. Sieht vielleicht paranoid aus, dauert aber nur eine halbe Minute und kann später richtig viel Ärger und Geld sparen. Ich mach das inzwischen automatisch.

Noch so eine Sache, die immer wieder für Panik sorgt: Wenn du direkt hintereinander mehrere Autos buchst, kann es passieren, dass Miles die 300 € mehrfach blockiert. Im Klartext: plötzlich siehst du 600 € oder sogar mehr in der Reservierung – Herzrasen garantiert. In den meisten Fällen löst sich das aber von selbst, sobald die erste Fahrt abgerechnet und freigegeben wurde.

Und was passiert, wenn du dein Miles-Konto kündigst? Normalerweise bekommst du die Sicherheitsleistung innerhalb von 30 Tagen zurück, vorausgesetzt, es gibt wirklich keine offenen Beträge mehr.

In der Praxis hab ich aber schon von Leuten gehört, die fast zwei Monate warten mussten, nur weil noch 4,99 € für irgendwas rumlagen. Nervig, aber wahr.

Fazit: Die Sicherheitsleistung bei Miles mag anders heißen, sie fühlt sich aber an wie eine Kaution, sie verhält sich wie eine Kaution – und sie kann genauso unangenehm sein wie eine klassische Kaution. Ehrlich gesagt, der schöne Name ist eigentlich nur hübsches Verpackungspapier.

Wer schlau ist, fotografiert jedes Mal penibel und stellt sich innerlich darauf ein, dass die 300 € erstmal weg sind. So bleibt man entspannter.

Kaution bei Kurzzeitmiete in der Stadt

AnbieterKaution / BlockSelbstbeteiligung (Standard)
Miles300 € (Sicherheitsleistung)ca. 500 €
Share NowMeist 0 € (Direktabbuchung)ca. 750 €

Bei Share Now und Miles läuft das mit der Kaution in den Städten ziemlich anders als bei den klassischen Mietwagen von Sixt oder Avis. Im Klartext: meistens verlangen die gar keine richtige Vorauszahlung, die direkt von der Kreditkarte abgebucht wird. Stattdessen legen sie einfach einen bestimmten Betrag auf deiner Karte fest – so eine Art temporäre Sperre, die sie im Ernstfall sofort abrufen können.

Stell dir vor, du stehst in Hamburg oder München mal fünf Minuten im Halteverbot oder irgendwer touchiert dich leicht beim Ausparken. Zack, paar Stunden später ploppt in der App die Nachricht auf: „Wir haben 250 € blockiert.“ Das fühlt sich im ersten Moment echt scheiße an – vor allem, wenn eh schon nicht viel Luft auf dem Konto ist. Deshalb checke ich persönlich inzwischen immer vorher, wie viel Kreditlimit noch frei ist.

Share Now liegt in den großen deutschen Städten derzeit meist zwischen 200 und 300 Euro, je nachdem, welches Auto du dir schnappst. Die kleinen Smarts oder Fiat 500 gehen oft mit 200 Euro durch, aber sobald du in die BMW- oder Minivan-Klasse kommst, sind schnell 300 Euro fällig. Miles macht’s sich einfacher und nimmt fast immer pauschal 300 Euro — egal ob du den winzigen Kleinstwagen oder den großen Transporter-Van fährst.

Viele fragen sich: Warum blockieren die eigentlich so viel Geld? Ganz banal: In der Stadt gibt’s gefühlt bei jeder zweiten oder dritten Fahrt irgendeinen kleinen Kratzer, ’ne Delle oder ’nen dummen Parkrempler.

Wenn man genau hinschaut, selbst die kleinsten Lackschäden kosten heute locker 400-800 Euro, wenn man sie professionell ausbessern lässt. Mit der Kaution können die Anbieter den ersten Schaden sofort abdecken, ohne monatelang hinter dir herlaufen zu müssen.

Jürgens 3. Goldene Regeln zur Miles Kaution

  1. 1.
    Dokumentation ist alles: Mach vor und nach jeder Fahrt Fotos vom Auto. Das ist deine Versicherung, um die Miles Kaution schnell wieder freizubekommen.
  2. 2.
    Limit im Auge behalten: Achte darauf, dass deine Karte genug Deckung für die Kaution Carsharing hat, um Rücklastschriften zu vermeiden.
  3. 3.
    AGB checken: Lies genau nach, wann und wie die Miles Kaution einbehalten werden darf. Überraschungen am Monatsende sind sonst vorprogrammiert.

Wer schlau ist, bucht nur, wenn mindestens das Doppelte der Kaution noch frei verfügbar ist. Klingt übertrieben?

Hab schon Bekannte gehabt, die plötzlich mit minus 400 Euro dastanden, nur weil Miete, Stromrechnung und Kaution-Block genau am selben Tag zusammenkamen. Das ist echt zum Kotzen.

Ein richtig wichtiger Alltagstipp: Schau auch Tage und Wochen nach der Fahrt immer mal wieder in die App rein. Manche Blockaden lösen sich erst nach 10-14 Tagen, bei manchen zieht es sich sogar bis zu 30 Tagen hin.

In der Praxis, bis dahin ist das Geld einfach weg – auch wenn du das Auto in tadellosem Zustand zurückgegeben hast. Besonders bitter wird’s, wenn genau in dem Zeitraum die nächste größere Abbuchung ansteht.

Und wenn tatsächlich was passiert ist? Dann buchen Share Now oder Miles den Betrag tatsächlich ab – manchmal sogar in zwei Raten, falls der Schaden deutlich über den 300 Euro liegt.

Die Kaution ist dann quasi nur der erste Puffer. Den Rest musst du hinterherzahlen. Bei Miles funktioniert’s fast genauso: Die 300 Euro sind im Grunde ein sehr niedriger Selbstbehalt.

Viele denken sich: „Ich fahr super vorsichtig, bei mir passiert nichts.“ Leider reicht manchmal schon ein einziger kleiner Stein, den der Vordermann hochschleudert. Zack – hässlicher Steinschlag oder Lackschramme und du zahlst trotzdem. Mein Tipp aus bitterer Erfahrung: Immer defensiv fahren und jedes Auto vor der Übernahme mit mindestens 8-10 Fotos dokumentieren – auch wenn’s einem auf den Keks geht.

Am Ende ist die Kaution bei Carsharing in der Stadt einfach ein nerviges, aber leider notwendiges Übel. Sie schützt den Anbieter und hält die ganze Flotte am Laufen.

Für uns Nutzer heißt das konkret: immer genug Reserve auf der Karte lassen und die App nicht aus den Augen verlieren. Dann macht Carsharing weiter Spaß – und man wird nicht am Monatsende böse überrascht.

Haftung bei Unfällen und Selbstbeteiligung

Wenn es kracht, wird die Kaution Carsharing sofort zum Thema. Die Selbstbeteiligung liegt oft bei 500 € oder mehr. Selbst wenn du unschuldig bist, kann es ewig dauern, bis Miles die blockierten 300 € wieder freigibt. In der Praxis warten die Anbieter oft die komplette Schadensabwicklung der Versicherungen ab. Wer hier nicht sofort die Hotline anruft und alles mit Fotos belegt, wartet Monate auf seine Miles Kaution.

Bei Miles liegt die Selbstbeteiligung meist bei 500 € pro Schaden, bei Share Now oft 750 € oder sogar mehr – je nachdem, welche Klasse du gerade fährst. Das bedeutet im Klartext: Selbst wenn du überhaupt nichts dafür kannst, bucht der Anbieter erst mal bis zu diesem Betrag von deiner Kaution oder direkt von der hinterlegten Karte ab. Später wird dann irgendwann geklärt, wer wirklich schuld war – theoretisch.

Wenn du aber eindeutig der Verursacher bist – nehmen wir an, du setzt rückwärts gegen ein parkendes Auto -, dann bleibst du in den meisten Fällen auf der kompletten Selbstbeteiligung sitzen. Die 300 €, die vorher „nur“ blockiert waren, reichen da hinten und vorne nicht. Miles bucht einfach den vollen Betrag ab und dein Konto sieht danach ziemlich traurig aus.

Das, was vielen richtig wehtut: Selbst bei Unfällen, wo du komplett unschuldig bist, kann es ewig dauern, bis du dein Geld zurückkriegst. In der Praxis, die Versicherung des anderen muss erst zahlen, der Schaden muss komplett abgewickelt sein – und Miles & Co.

warten meist seelenruhig ab, bevor sie die Kaution wieder freigeben. Ich kenne Leute, die haben vier Monate lang auf ihre 300 € gewartet. Vier verdammte Monate!

Deshalb mein erster und wichtigster Tipp direkt von der Straße: Mach am Unfallort so viele Fotos wie nur irgendwie möglich. Von beiden Autos, vom Schaden aus allen Winkeln, von der Umgebung, der Straße, den Kennzeichen – einfach ALLES. Je mehr du hast, desto schneller kannst du später beweisen, dass du nicht der Idiot warst.

Und noch ein richtig praktischer Rat: Ruf sofort die Hotline von Miles oder Share Now an. Nicht erst am nächsten Morgen oder wenn du zu Hause bist.

Die nehmen den Fall live auf, und wenn du halbwegs vernünftig argumentierst, blockieren sie oft schon frühzeitig den Abbuchungsweg. Wer zuerst meldet und am besten dokumentiert, hat klar die Nase vorn.

Ein echter Klassiker ist ja der Auffahrunfall, bei dem der Hintere eigentlich immer schuld ist – zumindest in der Theorie. Tatsächlich, in der Praxis versuchen manche Versicherungen trotzdem, dir ein paar Prozent Mitverschulden anzuhängen.

„Hättest du nicht früher bremsen können?“ oder „Der Abstand war zu gering“… Und zack, sitzt du auf einem Teil der Selbstbeteiligung. Dagegen hilft nur eins: Fotos vom Bremsweg, vom tatsächlichen Abstand, bestenfalls noch Zeugen. Klingt erst mal nach viel Aufwand, spart dir aber später richtig viel Ärger und Geld.

Bei Share Now gibt’s übrigens die Option, gegen einen kleinen Aufpreis die Selbstbeteiligung auf 0 € zu drücken. Kostet pro Stunde oder Tag ein paar Euro mehr – bei längeren Touren lohnt sich das aber oft richtig.

In der Praxis, Miles hat so was bisher nicht so richtig laut beworben, aber schau doch mal in der App unter „Schutzpakete“ oder „Zusatzschutz“. Wenn du regelmäßig fährst, kann sich das echt rechnen.

Am Ende bleibt leider die ziemlich nüchterne Erkenntnis: Die Kaution beim Carsharing ist kein nettes kleines Pfand – sie ist dein erster und oft einziger Puffer, wenn’s mal kracht. Tatsächlich, und dieser Puffer kann verdammt schnell weg sein.

In der Praxis, deshalb: Fahr lieber etwas defensiver, dokumentier wie ein Profi und meld jeden noch so kleinen Kratzer sofort. Dann schläfst du nachts wirklich besser, das kannst du mir glauben.

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Was genau ist diese „Sicherheitsleistung“ bei Miles – ist das einfach nur eine Kaution?

Ja, im Prinzip schon. Miles nennt es zwar bewusst nicht Kaution, aber es handelt sich um eine temporäre Blockierung von 300 € auf deiner Karte. Das Geld wird nicht sofort abgebucht, sondern nur reserviert – solange alles sauber bleibt, ist es nach 7–14 Tagen wieder frei.

In der Praxis fühlt es sich aber exakt wie eine normale Kaution an, vor allem wenn doch mal was passiert.

Was passiert, wenn ich bei Miles hintereinander mehrere Autos buche?

Dann kann es passieren, dass Miles die 300 € pro Fahrt einzeln blockiert. Plötzlich siehst du 600 € oder mehr als Reservierung – das sieht erstmal richtig übel aus.

Meistens löst sich das aber automatisch, sobald die erste Fahrt abgerechnet und die Blockierung aufgehoben wurde. Trotzdem: Herzrasen vorprogrammiert.

Wie lange dauert es wirklich, bis ich meine 300 € bei Miles zurückbekomme?

Das kommt ganz auf den Verlauf an:

  • Im Normalfall: Wenn die Fahrt ohne Probleme verlief, wird die Reservierung meist 7 bis 14 Tage nach Fahrtende automatisch aufgehoben. Dein Geld ist dann wieder voll verfügbar.
  • Bei Unfällen oder Schäden: Hier wird es zäh. Miles behält die 300 € (und oft die komplette Selbstbeteiligung) ein, bis der Schaden reguliert ist. Das kann im schlimmsten Fall mehrere Monate dauern, da Miles oft die gesamte Versicherungsabwicklung abwartet.

Jürgens Tipp: Check regelmäßig dein Online-Banking. Manchmal geben die Banken den Betrag im Hintergrund frei, ohne dass du eine Nachricht von Miles bekommst.

Muss ich bei Share Now auch so eine Kaution / Sicherheitsleistung hinterlegen?

Nein, bei Share Now (zumindest in den meisten deutschen Städten) gibt es in der Regel keine solche Sicherheitsleistung oder Kaution mehr. Die Abrechnung läuft meist direkt nach Fahrtende über die hinterlegte Zahlungsmethode.

Das ist einer der großen Unterschiede zu Miles – bei Share Now spart man sich diesen „Schockmoment“ beim Erstanmelden meist komplett.

Was kann ich tun, damit Miles möglichst schnell meine 300 € freigibt?

Fotos machen – und zwar direkt nach jeder Fahrt. Rundum, vor allem Stoßstangen, Felgen und Seiten. Das ist der mit Abstand wichtigste Schutz.

Wenn doch mal was reklamiert wird: sofort alle Unterlagen (Fotos, Schadensbeschreibung) hochladen und freundlich, aber hartnäckig nachhaken. Wer früh und gut dokumentiert, bekommt das Geld fast immer deutlich schneller frei.

Ist die Sicherheitsleistung bei Miles einfach nur eine Kaution?

Ja, im Prinzip schon. Auch wenn es offiziell anders heißt, verhält sich die Sicherheitsleistung wie eine klassische Miles Kaution: Sie wird reserviert und bei Schäden einbehalten.

Kann Miles die 300 € wirklich einfach so einbehalten?

Ja – wenn ein berechtigter Schaden oder Verstoß vorliegt. In den AGB steht das relativ klar: Solange ein Anspruch besteht, darf Miles den Betrag einbehalten oder sogar abbuchen.

Viele ärgern sich später schwarz, weil sie die AGB nicht gelesen haben. Die 300 € sind also kein Papiertiger – sie können echt weg sein, zumindest teilweise.

Gibt es eine Kaution Carsharing auch bei Share Now?

In den meisten deutschen Städten verzichtet Share Now auf eine vorab blockierte Sicherheitsleistung und rechnet direkt nach der Fahrt ab. Das ist ein großer Unterschied zur Miles Kaution.

Rechtlicher Hinweis: Die hier bereitgestellten Informationen dienen der allgemeinen Information und stellen keine Rechtsberatung dar. Trotz sorgfältiger Prüfung übernimmt der Autor keine Haftung für die Richtigkeit, Vollständigkeit oder Aktualität der Inhalte. Im Einzelfall wird empfohlen, einen qualifizierten Rechtsanwalt oder Mieterverein zu konsultieren.

Jürgen Born
Über den Experten

Jürgen Born

Jürgen Born ist spezialisierter Experte für deutsches Mietrecht mit Fokus auf Mietkautionsmanagement. Seit über 15 Jahren berät er Mieter und Vermieter bei rechtlichen Fragestellungen rund um Kautionsrückzahlungen, rechtssichere Mietverträge und Immobilienbewertungen.

Spezialgebiete: Mietkaution, Mietrecht & Immobilienrecht.

Schreibe einen Kommentar